Dienstag, 23. Februar 2016

Halbzeit

Nun ist es also schon so weit.
Die Hälfte meiner Zeit hier in Südafrika ist vorbei.
Es ging viel zu schnell und ich habe keine Ahnung, wie ich mich in weniger als einem weiteren halben Jahr von alldem hier verabschieden soll. Beim Gedanken daran wird mir jetzt schon bange.
Im letzten halben Jahr war ich hier so gut beschäftigt und überströmt von neuen Eindrücken, dass fast keine Zeit blieb, um mein Zuhause wirklich zu vermissen. Natürlich gab es da so kleine Momente, in denen ich gerne für ein paar Minuten am Leben Zuhause teilgenommen hätte. Bei der Taufe meines Großcousins, Weihnachten, beim Stadtfest und bei so manchen Familienfeiern und traditionellen Anlässen.
Aber diese Momente waren so klein, dass alle mulmigen Gefühle unglaublich schnell wie weggefegt waren. Und das Leben hier bietet so viel. Neue Menschen, Erfahrungen und eigentlich Beschäftigungen rund um die Uhr.
Ich bin froh, dass ich mit Hilfe meines Blogs so vielen Menschen eine Freude machen konnte. Ich danke euch für jedes gute Wort, jede E-Mail, jeden lieben Gruß, jeden Brief, jede Karte und jedes Paket was mich hier bereits erreicht hat. Ich hoffe, ihr verfolgt auch die zweite Hälfte meines Weges so gespannt wie die erste.

Eine unglaublich spannende Zeit liegt bereits hinter mir.
Eine Zeit voller großer Erfolge und kleiner und größerer Enttäuschungen.
Eine Zeit voller kulinarischen Leckereien und geschmacklichen Fehlschlägen.
Eine Zeit mit unendlich viel Lachen und so manchen Tränen.
Eine Zeit mit spannenden Orten und dem entdecken neuer Regionen.
Eine Zeit voller strahlender Kinderaugen und ehrlicher Dankbarkeit.
Eine Zeit ohne das Gewohnte, ohne Alltagstrott, ohne Familie.
Eine Zeit mit einer neuen Familie, mit dem erforschen des WG-Lebens.
Eine Zeit mit sprachlichen Erweiterungen und musikalischen Entfaltungen.
Eine Zeit gespickt mit Ängsten, Überwindungen und des Über sich Hinaus-Wachsens.
Eine Zeit voller Unterstützung, aufbauenden Worten und des gemeinsamen Schaffens.
Eine Zeit mit ganz viel Bewegung, neuen Sportarten und umgekehrten Daseins.
Eine Zeit gefüllt mit persönlichen Momenten, fremdartigen Bräuchen und kulturellen Erfahrungen.

Ich möchte Danke sagen! Allen Menschen, die mich bis hierhin auf meinem Weg unterstützt und begleitet haben.






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