Donnerstag, 18. Februar 2016

Es lebt sich gut ☼

Das Leben mit den Mädels läuft weiterhin sehr gut. Es gibt keine festen Aufgaben oder Pläne, wer wann welche Tätigkeiten zu erledigen hat und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen funktioniert das Zusammenleben sehr gut. Für die Wochenenden planen wir meist gemeinsame Aktivitäten und beziehen die Projekte mit ein. Unter der Woche spielen wir abends häufig Kartenspiele und lernen ganz eifrig immer mehr Neue. Lea ist beispielsweise gerade dabei uns mit sehr viel Geduld Doppelkopf beizubringen.
Da Lea, Silvana und ich gemeinsam die Fastenzeit begehen kochen wir viel selber und gehen selten essen. Ich persönlich faste auf Süßigkeiten, alle unnötigen Zuckerzusätze, Kuhmilch, Facebook, überflüssige Medien und Genussmittel. Wir haben auch begonnen selber Brot zu backen, da wir kein Toast mehr sehen können und es hier wirklich schwer ist, anständiges Brot zu finden.
Also backen wir in unserer Kuchenform fast täglich Brot und testen viele neue Kreationen aus. Mein momentaner Liebling ist Vollkornbrot mit Möhren, Honig und Balsamico-Essig.

Rezept - Möhrenbrot (reicht locker für 2 Brote)

1 l Wasser
1 kg Vollkornmehl
3 große Möhren (grob gerieben)
4 EL Balsamico-Essig
2 EL Honig
10g Trockenhefe
120g verschiedene Körner je nach Belieben

1h bei 200°C Ober-Unterhitze








Mittags versuchen wir so oft es geht warm zu essen. Kochen tun diejenigen, die gerade zuhause sind. Dadurch essen wir zwar seltener zusammen, da einfach jeder isst, wenn er nachhause kommt, aber auch das ist völlig ok. Frühstücken tun wir weiterhin jeden Morgen gemeinsam.
Ganz angetan bin ich im Moment von Pap (Mealie-Pap). Das ist ein Brei, der aus Maismehl, Salz und Wasser hergestellt wird. Dazu essen wir meist HähnchenCurry mit Gemüse, viel Masala und verschiedenen Gewürzen.









Im Moment verleben wir hier ein paar Regentage, bei denen sich Gewitter, extreme Regengüsse und ab und zu Mal ein halbes Stündchen Sonnenschein abwechseln. Dies tangiert leider einige der Projekte, da außer der A.W. Barnes Primary School keine Schulen über befestigte Sportplätze verfügen. Daher stehen nach so heftigem Wetter noch mehrere Tage die Pfützen und Pottholes voller Wasser, was den Sportunterricht fast unmöglich macht. Meist wird die "sportfreie Zeit" durch Beschäftigung der jeweiligen Klassen genutzt. Pantomime, Quietschie-Jagd, Banana-Song Papierflieger basteln, Galgenmännchen und viele weitere klassenraum-taugliche Spiele stehen dann auf dem Programm.
Die Aktivitäten im Kinderheim leiden glücklicherweise selten unter dem Wetter. Spazieren gehen uns Trampolin ist auch bei mäßigem Regenwetter möglich und alles Weitere wird nach Drinnen verlegt.




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