Freitag, 4. März 2016

Wasser → Kinderhorden → neues Projekt → Notenvergabe

Wie bereits berichtet, haben Lea und ich unsere Vormittagsarbeit auf dem Glen Stella Campus niedergelegt und uns als kleinen Ausgleich entschieden, jeden Mittwoch den Nachmittag für die Kinder dort zu gestalten.
Nun waren wir mit Brett auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle für die Vormittage.
Zur A.W. Barnes Primary School, an der Lea und ich unsere siebten Klassen unterrichten, gehört auch eine Pre-Primary School. Mr. Gamiet, der Schulleiter der Barnes war sehr angetan von der Idee, dass wir auch dort Schwimmunterricht anbieten könnten.
Nach ein paar kurzen Diskussionen zwischen Brett, den zuständigen in der Pre-School, Mr. Gamiet und uns beiden war schnell entschieden: Wir haben unser neues Projekt gefunden.

Letzte Woche stellten wir uns in der Pre-School vor und nahmen direkt eine der kleineren Gruppen, mit 21 Kindern mit raus zum P.T. Unterricht. Über unseren Einsatz freute sich besonders Mr. Gamiet, der sofort vorbei kam, um die erste Stunde fotografisch festzuhalten.
Banana-Song, Quietschie-Jagd und Chakalaka war bei den Kindern der absolute Renner und nachdem sie anfangs noch etwas zaghaft sangen, tauten sie immer mehr auf und füllten so einige hundert Meter des Townships mit Gesang. Das Lauf-ABC setzten sie außerdem besser um, als erwartet und so galoppierten schließlich über 20 Kinder über den Playground und zeigten uns ihre schönsten Starjumps. 






Chakalaka - Chakalaka - Chakalaka


Wuhuuuu

Während der Pool-Saison werden Lea und ich also nun den Schwimmunterricht der drei Pre-School Gruppen übernehmen und anschließend weiterhin P.T. Stunden abhalten.
Die ersten Schwimmstunden mit den Gruppen waren bereits ein voller Erfolg.
In diesem Alter geht es uns beim Schwimmunterricht mehr um Wassergewöhnung und die ersten selbstständigen Bewegungsabläufe, als um kontrolliertes Schwimmen. Zumal es bei einer Gruppenstärke von bis zu 58 Kindern kaum zu gewährleisten ist, jedem Kind innerhalb weniger Stunden Schwimmen beizubringen. Mehr geht es uns im Moment um das Gefühl, sich im Wasser zu bewegen. Und es geht darum herauszufinden, in wie weit die Kinder sich im Wasser sicher fühlen können und wo Gefahren lauern.
Im Kleinen Pool im Parkside Township können alle Kinder locker stehen, wobei ihnen das Wasser meist bis zum Bauch geht. Zu Beginn setzten wir uns mit den Kindern erstmal an den Beckenrand und lassen es mit den Beinen im Wasser erstmal ordentlich regnen und spritzen, bis alle Kinder schon mal so richtig nass sind. Danach machen wir einige Partner- und Gruppenübungen, bei denen sich die Kinder ab und zu über ihren eigenen Schatten springen müssen. Wir haben sehr schnell gemerkt, dass die Kinder sehr verschiedene Erfahrungen mit Wasser haben. Einige sprangen direkt fröhlich ins Wasser und andere brauchten eine unterstützende Hand um sich angstfrei im Wasser bewegen zu können. Gelernt haben wir bei diesen ersten Stunden vor allem: Die Kinder können mehr, als wir ihnen zutrauen und am Wichtigsten ist es, sich so viel wie möglich mit den Kleinen zu bewegen, um wirklich eine knappe Stunde im Pool verbringen zu können, ohne dass sie zu sehr frieren.



Vertrauen ist der Schlüssel
Parallel mit uns sind Tomke & Yannic am Pool und geben ihren Klassen Schwimmunterricht.
Und während Lea und ich Mittwochs auf unsere siebten Klassen warten, assistieren wir den beiden gerne mal. Yannic ist sehr gut darin, den Kindern die Angst vorm Wasser zu nehmen und trägt sie während ihrer ersten Schwimmversuche durchs Wasser.








Tomke hat die Kinder nebenbei im kleinen Pool schwimmen und nach Ringen tauchen lassen, um die ersten Noten zu vergeben.



Notenvergabe


Auch Lea und ich mussten in der letzten Woche Noten für P.T. und Schwimmen vergeben.
Beim P.T. Unterricht wählten wir den 400m Lauf als eines der ausschlaggebenden Kriterien. Allerdings achteten wir auch auf das Benehmen während der Stunden, auf persönliche Verbesserungen und Erfolge und einfach darauf, wer je nach seinen körperlichen Voraussetzungen sein Bestes gegeben hat.
Beim Schwimmen ging es weniger um Schnelligkeit, dafür mehr um den jeweiligen Schwimmstil und die Überwindung sich im Wasser alleine frei zu bewegen. Während der ersten Stunden habe ich fast alle Kinder der Anfängergruppe unterstützend durchs Wasser getragen. Dies war nun, fast am Ende der Pool-Saison bei keinem der Schüler mehr nötig. Fast alle beherrschen nun den Beinschlag, der für das Kraulen benötigt wird. Auf dieses Ergebnis bin ich fast ein wenig stolz. 
In Leas Fortgeschrittenen Gruppe lag der Fokus darauf, Arme und Beine gleichzeitig zu koordinieren und einen gleichmäßigen Atemrhythmus einzuhalten. Auch hier waren die persönlichen Fortschritte deutlich zu beobachten.
Ein Sternchen oder Pluspunkt konnten unsere Siebtklässler zudem noch erreichen, wenn sie es schafften in einer Wassertiefe von 1,40m nach einem Ring zu tauchen.

Die Stunden der Notenvergabe verliefen etwas hektisch, da wir bei einer Klasse mit über 40 Schülern teilweise nur 30 Minuten hatten, um alle Noten zu vergeben. 
Nächste Woche gibt es als kleine Belohnung für alle siebten Klassen eine Schwimmstunde, mit viel Freizeit im Wasser. 


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