Samstag, 5. März 2016

Was sonst so los ist..



Ich vor unserer wunderschönen Wand

Hoch hinaus mit Lwaluhle


Im Moment haben wir immer mal wieder Probleme mit der Autosituation. Daher sind Lea und ich sehr viel zu Fuß unterwegs, da sich unsere tägliche Zeit im Kinderheim jeden Tag mit weiteren Nachmittagsprojekten überschneidet. Das ist allerdings alles andere als nervig, da wir normalerweise sehr sehr viel mit den Autos unterwegs sind. Das liegt aber auch am Sicherheitsaspekt, da einige Gegenden zu Fuß nicht sehr sicher sind.
Also bestreiten wir im Moment alle Routen - die natürlich komplett sicher sind - zu Fuß.
Der Weg zum Kinderheim beträgt ca. 6km und es tut unglaublich gut sich neben Sport und Gym frei zu bewegen. Am meisten vermisse ich in dieser Hinsicht übrigens mein Fahrrad und die vergleichsweise kurzen Wege von Zuhause. Sich einfach aufs Fahrrad zu schwingen und in den nächsten Ort zu radeln oder schnell ein paar Wege in der Stadt zu erledigen.. das ist Lebensqualität.




                                                       Zu unserem neuen Vormittagsprojekt werden wir vom Schulbus-Fahrer Dawid abgeholt. Während wir auf unserem Weg zur Arbeit eigentlich immer den gleichen Weg gefahren sind, fährt Dawid jedes Mal andere Wege. Je nach Uhrzeit und dem dazugehörigen Verkehr auf manchen Strecken.
Daher sehen wir unglaublich viele neue Gegenden. Zum Beispiel habe ich erst jetzt wirklich ein Gefühl dafür, wie groß das Parkside Township tatsächlich ist. Und auch wie unterschiedlich. Es gibt Bereiche in denen tausende Wellblechhütten aneinander gereiht sind, verbunden von Schotter und Sandwegen. Und es gibt vergleichsweise große, schöne Häuser an befestigten Straßen. Daneben reihen sich unzählige kleine Verkaufsläden - Kioske, Haar-Salons, Car-Washs. Besonders ist, dass jede religiöse Glaubensrichtung hier ihre eigene Kirche hat. Es gibt neben reichlich katholischen, evangelischen und einigen spezifischeren Kirchen auch einen Hindu-Tempel und eine kleine Moschee.
Außerdem gibt es in allen Townships hier eine extreme Population an Hunden. Überall laufen Hunde frei rum, nicht selten liegen einige überfahren auf der Straße. Die Hupe ist beim Verhindern dieser Situation inzwischen mein bester Freund geworden. Ich hupe jedes Tier an, welches sich in meinem Fahrweg aufhält.

Vor allem aus Sicherheitsgründen ist es uns nicht gestattet, ohne die Begleitung von Einheimischen durch das Township zu gehen. Wir sind meist die Einzigen Weißen, die sich im Township aufhalten und daher fallen wir auf. Allerdings kann ich sagen, dass ich mich, gerade im Parkside Township, sehr sicher fühle, da wir von allen Kindern, die wir an der A.W. Barnes unterrichten erkannt und freudig begrüßt werden und so auch die Eltern, Verwandten und Bekannten der Kinder wissen, wer wir sind. Da auch der Schulleiter der Barnes uns sehr gut in die Community  integriert sind wir einigen Mitgliedern des Townships bekannt und es gehört praktisch schon dazu, viele der uns bekannten Gesichter auf dem Weg zu den Schulen aus dem Auto heraus oder zu Fuß zu grüßen.







Letztes Wochenende waren wir mit Silvanas Schwimmgruppe im Aquarium und später am Strand.
Diesen Ausflug bestritten wir mit den Taxis des Townships. Sehr günstig, aber leider nicht so ganz zuverlässig bzw. pünktlich. Schließlich kamen wir aber wohlbehalten an und fanden etwas verspätet auch den Weg zurück.
Die Kinder waren sehr begeistert von den Tieren im Aquarium und durften sogar die Pinguine streicheln. Am Strand bekamen sie auf Xhosa eine Einweisung zum Verhalten und den Regeln am Strand und über die Arbeit der Lifeguards. Danach sprangen sie alle sehr motiviert in die Fluten und genossen die gemeinsame Zeit am Strand. Die meisten Mädels waren sofort im Wasser, einige brauchten etwas mehr Überwindung. Eines der Mädchen nahm ich an die Hand und ging ganz langsam mit ihr immer tiefer ins Wasser. Schließlich ließ sie meine Hand los und folgte den anderen Mädchen. Es war gar nicht so leicht die Mädels am Ende wieder aus dem Wasser zu bekommen.
Nach einer kleinen Stärkung und Gruppenfotos ging es schließlich wieder zurück ins Township, wo wir die nassen Mädels schnell nach hause schickten.




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