Donnerstag, 12. Mai 2016

Abschieds-Seminar

Letzten Samstag ging es für uns auf das letzte von drei Seminaren hier in Südafrika. Wir fuhren gut bepackt, mit Wanderrucksäcken, Schlafsäcken und ein wenig Proviant sehr früh los, um Hogsback pünktlich zu erreichen. Allein die Fahrt war schon etwas erlebnisreich. Es hat in Strömen geregnet und je höher es ging, desto diesiger und unübersichtlicher wurde es. Und je höher wir kamen, desto mehr Tiere liefen auf der Straße herum. Von Gänsen, über Kühe, bis hin zu Ziegen war alles dabei und ich musste mir so einige Herden aus dem Weg hupen.
Hogsback sieht aus wie der Harz. Viele Nadelbäume, rundrum überall Berge und es riecht himmlisch nach Wald. Da vergisst man schon mal, dass man sich mitten in Südafrika befindet. Das Wetter war leider nicht auf unserer Seite. Eigentlich hat es nur geregnet und insbesondere nachts wurde es unheimlich kalt. Die letzten beiden Nächte verbrachte ich schließlich mit Leslie in einem Bett, um uns irgendwie gegenseitig warm zu halten. Mit Höchsttemperaturen von 15°C war es für südafrikanische Verhältnisse schon relativ kalt. In Hogsback schneit es im südafrikanischen Winter sogar. Davon blieben wir aber glücklicher Weise verschont.

Neben ein paar erlebnispädagogischen Aktionen und neuem Spiele-Input für unsere Sportstunden wurde die bisherige Zeit ausführlich reflektiert. Über acht Monate sind bereits um und in ziemlich genau 100 Tagen werden wir das Land schon wieder verlassen. Da galt es schon jetzt einige Momente Revue passieren zu lassen und einige Erinnerungen mit den anderen Freiwilligen aus dem Eastern Cape zu teilen.
Außerdem ging es darum, den neuen Freiwilligenm sozusagen unseren Nachfolgern einen guten Start zu bereiten. Wir schrieben persönliche Handover-Briefe, feilten an unseren Präsentationen der Projekte, machten ein paar Videobotschaften und kümmerten uns im die Einladungsbriefe der Organisationen vor Ort.
Im August werden wir hier in East London ein "Overlap" haben. Das bedeutet, dass wir die letzten fünf Tage mit unseren Nachfolgern verbringen werden. Wir haben dabei die Chance, unsere Projekte bestmöglich in neue Hände zu übergeben.

Die meisten Seminar-Abende verbrachten wir in gemütlicher Runde, spielten Fußball in der Halle und tauschten uns über alles Mögliche aus. In dieser großen Gruppe werden wir erst wieder in Deutschland beim Rückkehrer-Seminar zusammentreffen.

Im Niedrigseil-Parcour war Teamwork gefragt

Absturz


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